Aktuelles
05.10.2009 Verwaltungsrat lehnt Rücktrittsangebot ab
Im Frühling 2007 wurden wir auf Drängen des Umfelds in den Verwaltungsrat gewählt. Gross war der Applaus, als wir uns bereit erklärten, Verantwortung zu übernehmen sowie Zeit und Geld in den FC Aarau zu investieren. Zwei Mal in Folge durfte das Fanionteam die Meisterschaft der Axpo Super League auf dem hervorragenden 5. Platz abschliessen, was unsere Erwartungen bei weitem übertraf. Als Klub mit vergleichsweise bescheidenen finanziellen Möglichkeiten ist alles andere als der Ligaerhalt ein grosser Erfolg. Trotzdem wurden wir von einzelnen Medien in immer stärkerem Masse kritisiert, und diese Kritik hat in den vergangenen Wochen ein Ausmass angenommen, das wir nicht mehr tolerieren können.
Seit zweieinhalb Jahren haben wir viel Zeit und Geld uneigennützig in den FC Aarau investiert; dank unserer Beziehungen und unseren eigenen Mitteln sowie durch Sponsorengelder fliesst heute jährlich eine Million Franken mehr in die FCA-Kassen als früher. Trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass die Finanzen nicht aus dem Ruder laufen. Der Verwaltungsrat hat sich klar dafür ausgesprochen, dass nicht mehr ausgegeben als eingenommen wird. Diese Strategie ziehen wir konsequent durch, indem wir auf Spieler mit überrissenen Lohnforderungen verzichten und dafür Nachwuchsakteure einsetzen. Nach den schlechten Ergebnissen zu Beginn der laufenden Saison haben wir die Mannschaft mit einigen Wunschspielern des Trainers verstärkt. Auch wenn der kurzfristige Erfolg bisher noch ausgeblieben ist, sind wir überzeugt, dass die Qualität des Kaders ausreichend ist, den Ligaerhalt zu schaffen.
Die erwähnten Entscheide der sportlichen Führung werden immer gemeinsam im Sportausschuss abgesprochen. Es ist unfair und zeugt von schlechtem Stil, einzelne Personen als Alleinschuldige und Sündenböcke darzustellen. Als Präsident stehe ich voll und ganz hinter der Arbeit von Fritz Hächler. Ein Engagement in dieser Grössenordnung ohne Fritz Hächler ist für mich undenkbar. Wir sind sehr enttäuscht von den Pressekommentaren der letzten Tage, namentlich in der Aargauer Zeitung, die offenbar beabsichtigt, dem FC Aarau den Todesstoss zu versetzen.
Präsident und Sportchef haben heute ihren Rücktritt zur Diskussion gestellt, was der Verwaltungsrat jedoch klar abgelehnt hat, denn dies hätte existenzielle Folgen, sowohl im finanziellen als auch im personellen Bereich. Der gesamte Verwaltungsrat der FC Aarau AG steht einstimmig hinter dem eingeschlagenen Weg und der sportlichen Führung.
Über die Trainerfrage wird der Verwaltungsrat in den nächsten Tagen nochmals eingehend diskutieren.
Alfred Schmid, VR-Präsident FC Aarau AG
