2. Liga Interregional
FC Aegeri - Team Aargau U-21 4:3 (3:1)
Chruzelen, Unteraegeri. - 300 Zuschauer. - SR: Köbeli.
Tore: 2. Ionita (Pen) 0:1. 8. Wermelinger (Pen) 1:1. 18. Lüönd 2:1. 30. D. Häusler 3:1. 51. Dätwyler 3:2. 54. Dätwyler 3:3. 84. D. Häusler 4:3.
Dramatische Niederlage in Aegeri
Am Ende einer aufwühlenden Begegnung stand das Team Aargau U-21 trotz beherzter Aufholjagd mit leeren Händen da. Nach nur einem Gegentreffer in sechs Spielen schlug es heute gleich viermal im Aarauer Gehäuse ein - und im Abschluss fehlte es an der nötigen Effizienz, um diese Schwächen in der Defensive ausgleichen zu können.
Die Partie begann aus Sicht der U-21-Equipe optimal: Erst 19 Sekunden waren gespielt, als ein heimischer Verteidiger im eigenen Strafraum unbedrängt mit der Hand zum Ball ging - Ionita verwandelte den fälligen Elfmeter zur frühen Gästeführung. Aber die Freude währte nicht lange: Auch auf der Gegenseite verhängte Schiedsrichter Köbeli frühzeitig einen Penalty (nach einem Foulspiel von Huber), was Aegeri in der achten Spielminute zum Ausgleich nutzte. Die Aarauer antworteten mit einer gelungenen Kombination über Ionita und Zeqiri (14.), dessen Hereingabe von einem Kontrahenten beinahe ins eigene Tor gelenkt worden wäre.
Weitere Torerfolge gab es in der ersten Halbzeit allerdings nur noch für Aegeri zu bejubeln: Zuerst traf Lüönd (18.), der auf der linken Aussenbahn völlig vergessen ging, mit einem Heber über Keeper Bachmann hinweg. Nach einer halben Stunde legte Captain Häusler mit einem Kopfballtreffer zum 3:1 nach. Loris Benito hätte zehn Minuten vor der Pause fast für den Aarauer Anschlusstreffer gesorgt, doch der tückische Kopfball wurde von Torhüter Heinrich im letzten Moment über die Latte gelenkt.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit reagierte U-21-Trainer Ranko Jakovljevic, indem Buqaj und Dätwyler für die beiden Aussenverteidiger Brunner und Schalt ins Spiel kamen; in taktischer Hinweis agierte das Team Aargau U-21 nun mit einer ungewohnten Dreierabwehr. Der Erfolg des Aarauer Sturmlaufs liess nicht lange auf sich warten: In der 51. Minute konnte Dätwyler nach einem Querpass von Buqaj verkürzen. Und nur drei Minuten später war es wiederum Dätwyler, der das Zuspiel von Jakovljevic eiskalt zum verdienten Ausgleich im Tor unterbrachte.
Aegeri wankte nun stark, doch die Nachwuchstalente wussten ihre drückende Überlegenheit nicht in weitere Tore umzumünzen. Oftmals suchten sie den Abschluss auf dem äusserst holprigen Terrain überhastet - und verfehlten das heimische Gehäuse deutlich. Die beste Gelegenheit der überlegenen Gäste besass erneut Dätwyler (81.), dessen Kopfball von Heinrich mit einem spektakulären Reflex pariert wurde. Es folgte die entscheidende Szene des Tages: Ein seltener Entlastungsangriff der Zuger führte zu einem Eckball, den die Aarauer nur ungenügend klären konnten - und plötzlich kam Häusler alleine vor Torhüter Mall an den Ball, um in der 84. Minute aus dem Nichts einen glückhaften 4:3-Siegtreffer zu markieren. (ph)
Bemerkungen:
Team Aargau U-21 ohne Schmid (krank), Studer (1. Mannschaft), Gilli, Ibrahimi (beide FC Baden).
Verwarnungen: 8. Huber (Foulspiel), 22. Ludäscher (Reklamieren)
63. U-21-Torhüter Bachmann verletzt ausgeschieden.
94. Lattentreffer Aegeri.

FC Aegeri
Heinrich; Studer, Limacher, Grob, M. Häusler; Riboni (77. Iten), Rogenmoser (73. Mazenauer), Wermelinger, Lüönd (89. Brugnoli); Gschwend, D. Häusler.
Team Aargau U-21
Bachmann (63. Mall); Brunner (46. Buqaj), Ludäscher, Huber, Schalt (46. Dätwyler); Kahraman, Skopljak, Jakovljevic, Benito, Ionita; Zeqiri.
