Challenge League
FC Aarau - FC Lugano 2:0
Brügglifeld, Aarau. - 3'950 Zuschauer. - SR: Laperrière.
Tore: 18. Sabanovic 1:0. 67. Gashi 2:0.
Aarau dominiert Leader nach Belieben
Der FC Aarau gewinnt gegen den Leader der Challenge League
diskussionslos mit 2:0. In der gesamten Partie war keine reelle
Abschlusschance der Luganesi auszumachen, während sich die Gastgeber
eine Vielzahl an Möglichkeiten erspielten und neben zwei
Offside-Treffern auch zweimal regulär durch Sabanovic (18.) und Gashi
(67.) einnetzten.
Die Einheimischen waren von Beginn weg mehrheitlich im Ballbesitz,
doch die erste Möglichkeit liess sich erst nach rund fünfzehn Minuten
notieren, als Sabanovic von der Strafraumgrenze links am Tor
vorbeischoss. Die Aarauer Sturmspitze zeigte sich kurze Zeit später für
die Führung verantwortlich, indem er eine Hereingabe von Aratore per
Kopf gegen die Laufrichtung von Schlussmann Cordaz im gegnerischen
Gehäuse unterbrachte. In der 22. Minute brandete schon wieder Jubel im
Brügglifeld auf, doch der Kopfballtreffer von Ionita wurde durch den
konsequent pfeifenden Schiedsrichter Laperrière annulliert. An der
Aarauer Überlegenheit änderte sich aber auch in der Folge nichts: Nach
einer gelungenen Kombination schoss Gashi (31.) haarscharf am rechten
Pfosten vorbei; wenig später sah Stojkov (33.) seinen Abschlussversuch
aus spitzem Winkel von Lugano-Torhüter Cordaz pariert.
Zu Beginn
der zweiten Hälfte schaltete sich Gonçalves in die Offensive ein, doch
dessen Weitschuss strich ebenfalls um wenige Zentimeter am Tessiner
Gehäuse vorbei. Die Aarauer leisteten sich im dritten Ernstkampf unter
Trainer René Weiler kaum mehr Nachlässigkeiten und waren über die
gesamte Spieldauer aufsässig und physisch präsent, wodurch der
Tabellenführer kaum zur Entfaltung kam. Nach etwa einer Stunde Spielzeit
verpasste Aratore nach einem schnellen Konter eine Vorentscheidung,
fünf Minuten später war der zweite Aarauer Treffer aber schliesslich
Tatsache. Nach einem zielstrebigen Spielzug über Captain Burki und
Aratore scheiterte Sabanovic zwar an Cordaz, doch der mitgelaufene Gashi
staubte zum 2:0 (67.) für die starken Hausherren ab. Die letzten
Chancen besass Bengondo, als er zuerst aus dem Abseits zurückgepfiffen
wurde (88.) und schliesslich aus aussichtsreicher Position über das
Gehäuse schoss. Am souveränen Heimsieg der Aarauer war allerdings nicht
mehr zu rütteln.
Dabei war die Begegnung nach etwa 70 Minuten
kurz vor dem Abbruch gestanden, nachdem einige Gästefans trotz Warnung
des Unparteiischen wutentbrannt Gegenstände auf das Spielfeld warfen.
Dennoch tat der Schiedsrichter Laperrière auch nach mehrmaligem
Fehlverhalten dieser Zuschauer gut daran, die Begegnung zu Ende spielen
zu lassen, um eine Eskalation im Gästesektor - welche sich in den
Schlussminuten im Stadionumfeld kurzfristig fortsetzte, nachdem die
Anhänger aus Lugano das Stadion vorzeitig verlassen hatten - zu
verhindern. Zurück zum Sportlichen: Es war die dritte Niederlage für die
Equipe von Chefcoach Marco Schällibaum in Folge, während sich der FCA -
unter René Weiler noch immer ungeschlagen - auf den zehnten
Tabellenrang verbessern konnte. Am nächsten Mittwoch (19.45 Uhr) folgt
aus Aarauer Sicht nun das brisante Spiel beim ehemaligen Arbeitgeber
Weilers in Schaffhausen.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Benito, Mall (beide verletzt), Bachmann, Jakovljevic, Vagi (alle nicht im Aufgebot).
Lugano ohne Preisig (gesperrt), Rafael, Staubli (beide verletzt), Da Silva, Feussi (beide nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 72. Cordaz (Reklamieren), 88. Bengondo (Foulspiel)
22. Kopfballtreffer von Ionita annulliert.
87. Treffer von Bengondo annulliert.

FC Aarau
Studer; Gonçalves, Mitreski, Ludäscher, Marazzi; Ionita; Gashi (90. Polverino), Burki, Stojkov (83. Müller), Aratore; Sabanovic (75. Bengondo).
FC Lugano
Cordaz; Thrier, Montandon, Di Dio, Iapichino; Baldo, Maggetti; Fejzulahi (75. Hallenius), Schürpf (46. Senger), Rey (58. Felipe); Afonso.
