Challenge League
FC Aarau - FC Stade Nyonnais 0:4
Brügglifeld, Aarau. - 1'950 Zuschauer. - SR: Jaccottet.
Tore: 69. Pimenta 0:1. 74. Ngindu 0:2. 77. Besseyre 0:3. 94. Besseyre (Pen) 0:4.
Aussetzer im Minutentakt
Der FC Aarau blamierte sich im Heimspiel gegen Stade Nyonnais durch eine
0:4-Niederlage, wobei alle Treffer der Westschweizer erst in den
letzten zwanzig Minuten fielen.
Die Aarauer wollten sich nach der Länderspielpause und (zuvor) zwei
Partien ohne Gegentor im Heimspiel gegen Stade Nyonnais für die
denkwürdige 0:3-Niederlage im Hinspiel rehabilitieren, verpassten
allerdings eine frühe Führung, als Burki (7.) nach Vorlage von Stojkov
an Gäste-Keeper Marques scheiterte. Auf der Gegenseite bestand
FCA-Torhüter Studer seine erste Bewährungsprobe beim Abschluss von
Pimenta aus halbrechter Position nach zehn Spielminuten. In der Folge
versuchte es Nyon in Person von Nzdomo (17.) und Besseyre (22.) aus
grosser Distanz - nur knapp flog der Ball jeweils am Aargauer Gehäuse
vorbei. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte vergab allerdings
Stojkov, der das Leder nach einer zügigen Kombination an den rechten
Torpfosten setzte (26.). Die Gäste aus dem Waadtland wurden im ersten
Durchgang ihrerseits noch einmal gefährlich, doch vermochte Keeper
Studer einen Freistoss Morganellas (29.) wiederum zur Ecke zu klären.
Auch
nach dem Seitenwechsel verlief die Partie vorerst ausgeglichen. Die
Abschlussversuche von Burki (50.) und Bengondo (56.) stellten nur
bedingt eine Gefahr für das gegnerische Gehäuse dar. Da war Aarau-Goalie
Studer beim Kopfball von Sarni (59.) schon bedeutend stärker gefordert -
und wusste auch im Direktduell mit Besseyre (68.) bravourös abzuwehren.
Dazwischen hatte Gashi (64.) zum zweiten Mal am heutigen Abend aus
Aarauer Sicht an die Torumrandung getroffen, als er aus 20 Metern abzog.
Das Unheil brach in der 69. Minute über Aarau herein, als Stade
Nyonnais durch Pimenta in Führung ging. Dass der Linienrichter dabei
eine glasklare Abseitsposition übersah, war aus Sicht der Gastgeber zwar
bitter, erklärte allerdings nicht, wieso sich die Aarauer in der Folge
ihrem Schicksal kampflos ergaben. Zwar zeigte Ionita an der Mittellinie
noch ein letztes Mal seine kämpferischen Qualitäten, was ihm aber eine
zweite Karte in Gelb - und folgerichtig einen Platzverweis - durch
Schiedsrichter Jaccottet eintrug.
Die Gegenwehr in der Aarauer
Abwehrreihe setzte nun für einige Minuten vollumfänglich aus, was Ngindu
(74.) alleine vor Studer und Besseyre (77.) nach einem Kopfball an den
Innenpfosten nutzten, um auf 0:3 zu erhöhen. Danach kam Marazzi noch
zweimal aussichtsreich zum Abschluss, doch wurde sein Freistoss von
Keeper Marques pariert (82.) und wenig später streifte ein Heber des
Aarau-Flügelspielers von rechtsaussen nur den linken Pfosten. Am Ausgang
der Begegnung änderten diese Randnotizen jedoch ebenso wenig, wie der
Platzverweis gegen Nyon-Goalie Marques, der den ungestüm einsteigenden
FCA-Angreifer Stojkov mit einem Faustschlag niederstreckte. Die letzte
Aktion eines ernüchternden Abends gehörte Nyon-Stürmer Besseyre, als er
in der 94. Minute vom Elfmeterpunkt aufreizend lässig zum 0:4-Endstand
traf, nachdem Malfleury diese Chance mit einer schauspielerischen
Glanzleistung erst ermöglicht hatte. Die Schuld an der neuerlichen
Niederlage ist jedoch weder beim Unparteiischen, noch bei Glücksgöttin
Fortuna zu suchen - vielmehr verschenkte der FCA durch mehrere Minuten
Tiefschlaf (einmal mehr) wichtige Punkte.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Jakovljevic (gesperrt), Bolli, Ludäscher, Mall, Polverino (alle verletzt).
Stade Nyonnais ohne Bühler, De La Loma, Debonnaire, Domo, Luongo (alle verletzt).
Verwarnungen: 31. Gonçalves (Foulspiel), 78. Aratore (Reklamieren), 89. Stojkov (Foulspiel)
Platzverweise: 71. Ionita (wiederholtes Foulspiel), 89. Marques (Tätlichkeit)
26. Schuss von Stojkov an den rechten Pfosten.
64. Schuss von Gashi an den rechten Pfosten.
84. Schuss von Marazzi an den linken Pfosten.

FC Aarau
Studer; Gonçalves (78. Sinanovic), Mitreski, Rapisarda, Benito; Burki, Ionita (70); Gashi (69. Aratore), Stojkov, Marazzi; Bengondo (69. Sabanovic).
FC Stade Nyonnais
Marques; Ngindu, Cavaglia, Sarni, Morganella; Ndzomo, Levrand; Pimenta (91. Liviero), Andreu, Malfleury; Besseyre.
