Challenge League
Servette FC - FC Aarau 4:2 (2:1)
La Praille, Genève. - 4'755 Zuschauer. - SR: Graf.
Tore: 17. Bengondo 0:1. 20. De Azevedo 1:1. 33. Rüfli 2:1. 52. Varela 3:1. 79. Karanovic 4:1. 89. Sabanovic 4:2.
Erste Niederlage der Rückrunde
Der FC Aarau verliert gegen den Aufstiegsaspiranten Servette FC mit 2:4,
wobei Aarau-Stürmer Bengondo in der ersten Hälfte nicht unwesentlich am
Spielverlauf beteiligt gewesen war. In der 17. Minute köpfte der
Kameruner eine Hereingabe von Gashi, der durch Benito lanciert worden
war, ohne gegnerische Bewachung zur Aarauer Führung ins Genfer Tor.
Zuvor hatte Aco Stojkov (12.), ebenfalls nach der Vorarbeit von Gashi,
noch aus halblinker Position am Gehäuse vorbeigeschossen. Der Rückschlag
liess jedoch - wie so oft in der jüngeren Vergangenheit - nicht lange
auf sich warten, als De Azevedo (20.) FCA-Keeper Bolli mit einem zentral
getretenen Freistoss, durch ein Handspiel von Stojkov verursacht, aus
rund zwanzig Metern auf dem falschen Fuss erwischte. Und
Servette-Trainer Joao Alves wollte direkt nachlegen, indem Verteidiger
Routis schon in der Mitte der ersten Halbzeit durch Stürmer (!)
Karanovic ersetzt wurde; wenig später strich ein Weitschuss Naters (26.)
nur knapp am Kreuzeck vorbei. Der Offensivdrang der Calvinstädter wurde
schliesslich in der 33. Minute belohnt: Die Aarauer hatten sich von
einer kurz ausgeführten Ecke erwischen lassen - und Verteidiger Rüfli
traf von rechts aussen mit dem sprichwörtlichen Sonntagsschuss zum
Pausenstand von 2:1. Aus Aargauer Sicht wäre noch alles dringelegen,
hätte sich der eingangs erwähnte Bengondo nicht kurze Zeit später mit
zwei unsinnigen Verwarnungen an der Mittellinie selbst aus dem Spiel
genommen und seinen Kameraden somit einen Bärendienst erwiesen.
Entsprechend
spielte Servette seine Führung ungefährdet nach Hause. Erst recht, als
ex-Aarauer Varela nach einer Hereingabe von links am weiten Pfosten
heranbrausend wuchtig zum 3:1 (52.) traf. Nach einer Stunde Spielzeit
parierte Torhüter Bolli einen Kopfball von Karanovic und durfte sich
beim Genfer Topskorer De Azevedo bedanken, dass Letzterer seinen
Nachschuss über das leere Tor jagte. In der Folge vergaben Nater (63.,
Direktabnahme) und wiederum Karanovic (70.) per Kopf weitere Chancen der
Gastgeber. Die Aarauer kamen durch Stojkov (77.) noch einmal in eine
aussichtsreiche Position, doch rutschte der Mazedonier, nachdem er
Keeper Gonzalez schon umspielt hatte, unglücklich aus...oder wurde - je
nach Färbung der eigenen Brille - vom
Gegenspieler von den Beinen geholt. Auf alle Fälle sah sich
Schiedsrichter Graf nicht zu einem Penaltypfiff veranlasst. Im Gegenzug
folgte die endgültige
Entscheidung, als Vitkieviez auf dem rechten Flügel locker
durchlief und dessen Hereingabe unter dem unglücklich
agierenden Torhüter Bolli hindurch von Karanovic (79.) zum 4:1 vollendet
wurde. Der Kopfballtreffer von Sabanovic (89.), nach Flanke von
Benito, zum 4:2-Endstand war nicht mehr als Resultatkosmetik aus
Aarauer Sicht.
Das
nächste Aarauer Heimspiel gegen den bärenstarken Aufsteiger FC Chiasso,
zurzeit auf Rang 4, findet aufgrund der Live-Übertragung des Schweizer
Sportfernsehens (SSF) am Montag, 14. März 2011 (20.10 Uhr) statt.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Servette ohne Esteban, Guedes, Maric, Novelle, Schlauri, Teodosio (alle verletzt), M'Futi, Moutinho (beide nicht im Aufgebot).
Aarau ohne Mall (verletzt), Jakovljevic, Studer, Vagi (alle U-21).
Verwarnungen: 19. Stojkov (Handspiel), 84. Baumann, 93. Kouassi (beide Foulspiel)
Platzverweis: 36. Bengondo (wiederholtes Foulspiel)

Servette FC
Gonzalez; Schneider, Baumann, Routis (24. Karanovic), Rüfli; Varela, Kouassi, Nater, Moubandje; De Azevedo (80. Soares), Eudis (73. Vitkieviez).
FC Aarau
Bolli; Gonçalves, Mitreski, Rapisarda, Benito; Burki (81. Polverino), Ionita; Gashi (67. Sabanovic), Stojkov, Marazzi (46. Müller); Bengondo (35).
