Challenge League
FC Aarau - SR Delémont 2:3 (1:0)
Brügglifeld, Aarau. - 2'400 Zuschauer. - SR: Gut.
Tore: 45. Ludäscher 1:0. 47. Rodriguez 1:1. 48. Sabanovic 2:1. 90. Barbosa 2:2. 92. Barbosa 2:3.
Alles aus den Händen gegeben
Der FC Aarau war gegen die SR Delémont bis zur letzten Minute der
regulären Spielzeit in Führung gelegen, musste schliesslich aber als
Verlierer vom Spielfeld, weil Barbosa in der hektischen Schlussphase
zweimal ins Tor traf.
Die erste Möglichkeit in einer ausgeglichenen Begegnung besass
Delémont-Angreifer Germann, dessen Abschluss von der Strafraumgrenze
durch Keeper Studer aufmerksam pariert wurde (8.). Auf der Gegenseite
näherte sich Aarau durch einen Flachschuss von Polverino (9.) erstmals
dem gegnerischen Gehäuse an. Die gefährlicheren Chancen verbuchten zu
Beginn aber die Jurassier - als Flügelspieler Xhaqku von linksaussen
freistehend zum Abschluss kam, musste Studer sein ganzes Können
aufbieten, um seine Farben vor einem Rückstand zu bewahren (20.). Und
beim nachfolgenden Eckball köpfte Verteidiger Sirufo freistehend am Tor
vorbei. Die Gastgeber begannen nach einer halben Stunde in der Offensive
Akzente zu setzen, aber sowohl ein Schuss Marazzis (33.), nach einem
zügigen Konterangriff, als auch der Fallrückzieher von Sabanovic im
Anschluss an einen abgefälschten Burki-Freistoss von Delémont-Goalie
Weber abgewehrt wurden. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war der Aarauer
Führungstreffer schliesslich Tatsache, als der aufgerückte
Innenverteidiger Ludäscher (45.) eine Flanke von Burki mit dem Kopf in
die Maschen verlängerte.
Nach dem Seitenwechsel ging es im
Aarauer Brügglifeld Schlag auf Schlag: Zuerst traf Rodriguez nach
verhaltenem Eingreifen der Aarauer Hintermannschaft akrobatisch zum
Ausgleich (47.), doch postwendend kamen die Aargauer zum erneuten
Führungstreffer. Nach schöner Vorarbeit von Marazzi setzte Sabanovic
(48.) das Leder zum umjubelten 2:1 unter die Querlatte. In der Folge
hatte die einheimische Abwehr einige heikle Momente zu überstehen,
verpasste es aber gleichzeitig auch mit einem dritten Torerfolg für eine
Vorentscheidung zu sorgen. Nach einem Doppelpass mit Burki schoss
Sabanovic aus bester Position rechts am Tor vorbei (71.); wenig später
flog auch die Direktabnahme von Rapisarda über das gegnerische Gehäuse,
so dass den Zuschauern schliesslich eine dramatische Schlussphase
geboten wurde. Von den sich nun häufenden Provokationen und
Unsportlichkeiten der Gästespieler schienen Aarauer Akteure und Publikum
gleichermassen überfordert. In der Hitze des Gefechts - gepaart mit dem
wütenden Anrennen der Gäste - unterlief Rapisarda ein folgenschwerer
Fehler, woraufhin der eingewechselte Barbosa alleine vor Studer zum 2:2
(90.) einzuschieben vermochte. Die Defensive der Gastgeber war nach
diesem Rückschlag zur Unzeit wieder einmal völlig von der Rolle,
woraufhin Joker Barbosa (92.) nochmals eiskalt zuschlug und dem FCA eine
weitere, völlig vermeidbare Heimniederlage bescherte.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Gonçalves (gesperrt), Aratore, Bachmann, Dzombic, Huber, Mall, Sinanovic (alle verletzt).
Delémont ohne Bruat, Hamzai, Kollar (alle verletzt).
Verwarnungen: 39. Jakovljevic, 39. Baudry (beide Unsportlichkeit), 39. Germann (Reklamieren), 42. Benito, 66. Budimir, 81. Zeqiri (alle Foulspiel)
91. Ludäscher rettet auf der Torlinie.

FC Aarau
Studer; Vagi, Rapisarda, Ludäscher, Benito; Jakovljevic, Polverino (50. Ionita); Marazzi, Burki, Müller (67. Zeqiri); Sabanovic (90. Bengondo).
SR Delémont
Weber; Steinmann (63. Barbosa), Hamidou, Sirufo, Ochs; Szlykowicz, Baudry, Budimir, Xhaqku (63. Hulmann); Rodriguez, Germann.
