Challenge League
FC Aarau - Servette FC 0:0
Brügglifeld, Aarau. - 2'500 Zuschauer. - SR: Huwiler.
Tore: Fehlanzeige
Punkteteilung im Traditionsduell
Der FC Aarau kommt gegen Servette FC Genève dank einer konzentrierten
Leistung zum ersten Punktgewinn nach zuvor drei Niederlagen in Folge im
Brügglifeld - mit einer besseren Chancenauswertung wären sogar drei
Zähler gegen den Genfer Aufstiegsaspiranten möglich gewesen.
Ein
erstes Zeichen setzte der Aarauer Cheftrainer Ranko Jakovljevic schon
vor dem Anpfiff, indem David Marazzi und Aco Stojkov auf der Ersatzbank
Platz nehmen mussten; stattdessen kamen Artur Ionita und Dejan
Jakovljevic von Anfang an zum Einsatz. Und auch die FCA-Fans fragten
sich mit einem überdimensionalen Spruchband: "Wo bliebt d'Liideschaft?" -
an der richtigen Einstellung mangelte es den Gastgebern in ihrem
vierten TV-Spiel der laufenden Spielzeit wahrlich nicht; schon in der
zweiten Spielminute war Servette-Rückhalt Gonzalez beim Distanzschuss
von Aratore erstmals gefordert. Auf der Gegenseite strich ein Freistoss
von Ruefli (12.), von links aussen getreten, nur haarscharf am
entfernten Pfosten vorbei. Auch wenn sich beide Mannschaften in der
ersten Hälfte ebenbürtig waren, erspielte sich Aarau zwingendere
Gelegenheiten: Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite
schoss Jakovljevic (20.) links am Tor vorbei. Danach fand Aratore, der
die Hereingabe Burkis mit dem Kopf ablenkte, seinen Meister erneut im
starken Torhüter Gonzalez (26.). Letzterer vermochte sich vor der Pause
nochmals auszuzeichnen, indem er den Flachschuss von Polverino (43.)
blitzschnell aus der linken Torecke fischte. Die letzte Chance der
ersten Halbzeit besass Servette, doch Vitkieviez (45.) schoss aus zwölf
Metern deutlich über das gegnerische Gehäuse.
Auch im zweiten
Durchgang überzeugte Aarau mit einem disziplinierten Auftreten, doch zur
Krönung der konstanten Leistung fehlte ein Torerfolg. Dieser wollte
trotz zahlreichen Gelegenheiten nicht gelingen: Zuerst köpfte der
aufgerückte Abwehrspieler Ludäscher nach einer Hereingabe von Burki
direkt auf Torhüter Gonzalez (49.), wenig später fand ein abgeblockter
Schuss Aratores über Umwege zu Sabanovic, der das Leder alleine vor
Gonzalez über das Gehäuse der Romands setzte (53.). Die einzige Aarauer
Sturmspitze vergab auch die nächste Möglichkeit, als er eine optimale
Hereingabe von Aratore freistehend neben das Tor köpfte (60.). Die
Genfer traten erst eine Viertelstunde vor dem Abpfiff wieder offensiv in
Erscheinung, doch Ludäscher vermochte auf der Torlinie für seinen
geschlagenen Keeper zu klären. Dann hatte der ehemalige FCA-Spieler
M'Futi seinen Kurzauftritt: Zuerst schoss er aus aussichtsreicher
Position über das Gehäuse (78.), zehn Spielminuten später musste der
Stürmer nach einem Schlag gegen Gonçalves mit der roten Karte vorzeitig
unter die Dusche. Es blieb schliesslich beim torlosen Remis, weil auch
der Schlenzer von Carniero (93.) knapp am Aarauer Tor vorbeisegelte.
Notiz
am Rande: In der 82. Minute war mit dem 20-jährigen defensiven
Mittelfeldspieler Zelimir Skopljak ein weiterer Akteur aus dem
erfolgreichen Team Aargau zu seinem persönlichen Debüt in der Challenge
League gekommen.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Dzombic, Huber, Mall, Müller, Sinanovic (alle verletzt).
Servette ohne De Azevedo (gesperrt), Ajdini, Esteban (beide verletzt).
Verwarnungen: 20. Ruefli, 52. Tedosio (beide Foulspiel)
Platzverweis: 88. M'Futi (Tätlichkeit)

FC Aarau
Studer; Gonçalves, Rapisarda, Ludäscher, Benito; Polverino; Ionita (68. Marazzi), Burki, Jakovljevic (82. Skopljak), Aratore; Sabanovic (80. Bengondo).
Servette FC
Gonzalez; Ruefli, Tedosio, Schneider, Schlauri; Nater, Pizzinat, Kouassi (60. Carneiro); Vitkieviez (73. Karanovic); Eudis (46. Pont), M'Futi.
