Challenge League
FC Aarau - FC Wil 1:2 (1:2)
Brügglifeld, Aarau. - 2'350 Zuschauer. - SR: Bertolini.
Tore: 16. Bastida 0:1. 37. Burki 1:1. 46. Lezcano 1:2.
Erneute Heimniederlage
Der FC Aarau musste sich auch dem FC Wil im Brügglifeld geschlagen
geben. Bei der dritten Aarauer Heimschlappe in Folge standen einmal mehr
Aufwand und Ertrag in einem krassen Missverhältnis; zumal die
Hausherren nach dem unnötigen 1:2-Rückstand - praktisch mit dem
Pausenpfiff - zu keiner erkennbaren Reaktion mehr in der Lage waren.
Die
Aarauer setzten, wie so oft, die ersten Akzente: Zuerst schoss Marazzi
aus rund 25 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbei (7.), wenig
später scheiterte Gonçalves nach einer gelungenen Kombination mit seinem
Abschluss am aufmerksamen Gäste-Keeper Taini (14.). Die Ostschweizer
benötigten ihrerseits nur eine Möglichkeit, um erstmals erfolgreich zu
sein, als der frühere Aarauer Sergio Bastida mit einem herrlichen
Freistoss aus 20 Metern zum 0:1 (16.) in die Maschen traf. Zwar zeigten
sich die Gastgeber vom Rückstand unbeeindruckt, doch die Schussversuche
von Stojkov (18.) und Aratore (22.) strichen jeweils knapp am
gegnerischen Gehäuse vorbei. Danach durfte der FCA von Glück reden, dass
der grösste Wiler Aktivposten Lezcano alleine vor Keeper Studer
kläglich scheiterte (25.), aber die Hausherren hatten wenig später auch
Pech zu beklagen, als ein Kopfball von Dzombic (28.) vom linken
Torpfosten zurückprallte - und Stojkov im Nachschuss überaus kläglich
scheiterte. In der 37. Minute folgte endlich der überfällige Aarauer
Ausgleich: Nach einer Balleroberung von Dzombic, dessen Debüt beim FCA
(trotz Auswechslung zur Pause) als gelungen bezeichnet werden durfte,
passte Marazzi auf Jubilar Burki, dessen Schuss aus 20 Metern unhaltbar
zum 1:1 im rechten Winkel einschlug. Dieser Treffer war aber nichts
wert, weil sich die Aarauer noch vor dem Pausenpfiff einmal mehr arg
übertölpeln liessen. Nachdem Holenstein (40.) und Lezcano (44.) noch
vergeben hatten, fand sich Letzterer nach einem weiten Zuspiel völlig
allein gelassen vor dem Aarauer Tor, wo der Angreifer der Gäste mühelos
zur 1:2-Pausenführung (46.) abzuschliessen vermochte.
Zur zweiten
Halbzeit wurde Polverino ins Abwehrzentrum zurückgenommen, doch die
erhoffte Stabilisierung liess auf sich warten. Dies zeigte sich in der
59. Minute, als Lezcano sowohl Polverino als auch Rapisarda schwindlig
tanzte, aber haarscharf am entfernten Pfosten vorbeischoss. Auch
offensiv brachte die Hereinnahme von Ionita und (später) Jakovljevic
nicht den gewünschten Spielfluss mit sich - am Strafraum verpufften alle
Angriffsversuche der Gastgeber wirkungslos, während sich Wil unter
seinem Interimstrainer Axel Thoma auf das simple Konzept des "Resultat
halten" beschränkte. Ein Aufbäumen der Aarauer war erst in der
Schlussphase auszumachen: Die beiden Distanzversuche von Bengondo (85.)
und Burki (87.) verpassten jeweils das gegnerische Gehäuse, danach wurde
auch der Abschluss von Gonçalves (89.) von Wil-Goalie Taini zunichte
gemacht, wodurch der Auswärtssieg für die Ostschweizer endgültig zur
Tatsache wurde. Der FC Aarau ist durch das neuerliche Negativerlebnis in
die untere Tabellenhälfte abgerutscht und ist nun beim nächsten
Heimspiel gegen Servette Genf (am Montag, 1. November, um 20.10 Uhr)
dringend auf einen Punktgewinn angewiesen, um den Anschluss an das
breite Mittelfeld in der Challenge League nicht zu verlieren.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Huber, Ludäscher, Mall, Müller, Sinanovic (alle verletzt).
Wil ohne Grossklaus, Kaiser, Rodriguez (alle verletzt), Blumer (gesperrt), Di Gregorio, Kim (beide nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 23. Marazzi, 41. Schär (beide Foulspiel), 80. Cavusevic (Unsportlichkeit), 93. Polverino (Foulspiel)
28. Kopfball von Dzombic an den Pfosten.
Sandro Burki wurde vor dem Anpfiff für seinen 150. Einsatz im FCA-Trikot geehrt.

FC Aarau
Studer; Gonçalves, Rapisarda, Dzombic (46. Ionita), Benito; Polverino; Aratore (75. Bengondo), Burki, Stojkov (67. Jakovljevic), Marazzi; Sabanovic.
FC Wil
Taini; Cha (92. Zenger (0)), Schär, Sarr, Alija; Schönenberger, Bastida (85. Busai); Holenstein, Muslin, Cavusevic (87. Bellon); Lezcano.
