Schweizer Cup
FC Aarau - SC Kriens 2:3 (0:2)
Brügglifeld, Aarau. - 2'000 Zuschauer. - SR: Klossner.
Tore: 23. Philippe 0:1. 38. Shalaj 0:2. 49. Sabanovic 1:2. 51. Sabanovic 2:2. 81. Philippe 2:3.
Zweite Runde wieder Endstation
Der FC Aarau scheitert zum vierten Mal in Folge schon in der zweiten
Hauptrunde - 2:3 gegen den SC Kriens, der durch eine effiziente
Spielweise ins Achtelfinale einzog. Die Aarauer waren zwar über weite
Strecken der Begegnung feldüberlegen, doch fehlte es einerseits an der
Präzision im Abschluss, andererseits wurden die drei Krienser Treffer
durch die Nachlässigkeiten der Einheimischen grosszügig unterstützt.
Eine erste Duftmarke setzte Sabanovic, der den gegnerischen Keeper
Djukic mit einem Abschluss aus der Drehung zur ersten Parade zwang (9.).
Auf der Gegenseite tauchte Tadic alleine vor Studer auf, schoss aus
halblinker Position allerdings am entfernten Pfosten vorbei; und auch
Shalaj (13.) verzog aus grosser Distanz nur haarscharf.
Die
Begegnung spielte sich mehrheitlich in der Platzhälfte der
Zentralschweizer ab, aber auch Benito (22.) scheiterte mit seiner
sehenswerten Direktabnahme an SCK-Torhüter Djukic. Ein Aarauer Einwurf
am eigenen Strafraum stand am Ursprung des ersten Treffers des Tages,
als Kriens-Angreifer Philippe plötzlich freistehend vor Studer stand -
und eiskalt zum 0:1 (23.) vollendete. Die Gastgeber hatten trotz
vielversprechenden Ansätzen in der Angriffsauslösug weiterhin kein
Wettkampfglück im Abschluss, strichen doch die Schussversuche von
Sabanovic (33.) und Stojkov (34.) jeweils knapp am linken Torpfosten
vorbei. Und so kam es vor der Halbzeitpause noch schlimmer: Shalaj
vermochte davon zu profitieren, dass er von den passiven Aargauern nur
halbherzig angegriffen wurde - aus rund 20 Metern traf er zum
0:2-Pausenstand in die linke Torecke (38.).
Zur zweiten Halbzeit
kam der FCA völlig verwandelt aus der Kabine: In der 49. Minute traf
Samel Sabanovic nach einer zielstrebigen Kombination über Burki,
Polverino und Marazzi zum Anschlusstreffer, nur zwei Spielminuten später
nickte der gleiche Spieler nach einem Eckball zum 2:2-Ausgleich ein.
Die Zentralschweizer traten in der Offensive nur noch durch einen
Weitschuss von Shalaj (58.), von Studer sicher pariert, in Erscheinung.
Die Aarauer verpassten es durch Marazzis Volleyschuss (64.) und einen
weiteren Kopfball von Sabanovic (74.) erstmals an diesem kalten
Nachmittag in Führung zu gehen; stattdessen kam auf der Gegenseite
plötzlich Philippe nach einer scharfen Hereingabe von links unbedrängt
zum Kopfball, um aus dem Nichts zum 2:3 (81.) einzunicken. Die
Hausherren versuchten zwar nochmals zu reagieren, doch reichte es nur
noch zu einem Lattentreffer von Aratore (85.), so dass sich der FC Aarau
wieder einmal unnötigerweise aus dem Schweizer Cup verabschiedete und
folglich weiter auf den ersten Heimsieg im nationalen Pokal seit mehr
als vierzehn Jahren warten muss.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Huber, Mall, Müller, Sinanovic (alle verletzt).
Kriens ohne Matoshi, Zahnd (beide verletzt).
Verwarnungen: 24. Mehmeti, 53. Rapisarda (beide Foulspiel)

FC Aarau
Studer; Gonçalves (85. Ionita), Rapisarda, Ludäscher, Benito; Burki; Polverino; Marazzi, Stojkov (80. Bengondo), Aratore; Sabanovic.
SC Kriens
Djukic; Mehmeti, Djuric, Souto; Shalaj (92. Tchouga (0)), Deigendesch, Foschini, Schiendorfer (87. Imholz); Tadic, Philippe.
