Challenge League
Yverdon-Sport FC - FC Aarau 2:0
Municipal, Yverdon. - 1'350 Zuschauer. - SR: Graf.
Tore: 38. Lalombongo 1:0. 55. Zari 2:0.
Enttäuschender Auftritt am Neuenburgersee
Der FC Aarau kann in Yverdon nicht gewinnen. Daran gab es auch in der
zweiten Spielrunde der Challenge-League-Saison 2010/11 nichts zu
rütteln, wobei die Gastgeber auch höher als 2:0 hätten gewinnen können.
Der letzte Aarauer Vollerfolg am südlichen Ende des Neuenburgersees
datiert demzufolge weiterhin vom 10. Juni 1989, als van der Gjip beim
1:0-Sieg ins Netz traf. Aber zurück zur Gegenwart...
In den Startminuten war Aarau mehrheitlich im Ballbesitz, doch mehr als
ein Distanzschuss von Bengondo (12.) neben das Gehäuse schaute bei
dieser Überlegenheit nicht heraus. Die Gastgeber näherten sich dem
Aarauer Tor primär mit Standardsituationen, aber die gefährlichste
Gelegenheit entwickelte sich aus dem Spiel heraus: Nach einem weiten
Zuspiel vermochte Torhüter Studer alleine gegen Bouamri reflexstark zur
Ecke zu klären (21.). Die Aarauer Defensive machte auch fünf Minuten
später keinen sehr sicheren Eindruck, als wiederum Bouamri mittels
Direktabnahme an Studer scheiterte. Der Führungstreffer für die
Westschweizer schien, unterstützt durch eine Vielzahl an Aarauer
Ballverlusten, nur eine Frage der Zeit - und folgte schliesslich in der
38. Minute, als Lalombongo am zweiten Pfosten stehend einen Freistoss
von links aussen aus wenigen Metern im Tor unterbrachte. Im Aarauer
Spiel fehlte es derweil an Bewegung und Kreativität, so dass die
Gastgeber ihren Kasten ohne Probleme bis zur Halbzeitpause rein halten
konnten.
Bei den Aarauern sollten Aco Stojkov - und wenig später auch Emir
Sinanovic - für neue Impulse sorgen, an der defensiven Instabilität
änderte dies wenig. Die Gastgeber verbuchten die besseren Torchancen
für sich: Zuerst scheiterte Zari (52.) aus bester Position noch
kläglich, drei Minuten später netzte er mit einem Volleyschuss zum 2:0
ein, auch weil ihn Goncalves grosszügig übersehen hatte. Danach musste
FCA-Torhüter Studer gegen das quirlige Yverdon-Sturmduo Bouamri (57.)
und Gourmi (62.) rettend eingreifen. Aus der Sicht der Aarauer war
hingegen ein Schussversuch Bengondos (60.), nach weitem Zuspiel von
Burki, das Höchste der Gefühle. So durften sich die Gäste auch bei der
schwachen Effizienz von Yverdon bedanken, dessen Angreifer zwar
ungestört zaubern konnten, aber alles andere als treffsicher waren. Auf
der Gegenseite schoss auch Stojkov (76.) am Tor vorbei. Die Aarauer
wachten zu spät auf: Erst in der Nachspielzeit war Goalie Klaus beim
Schuss von Müller (91.) gefordert, wenig später verpasste auch
Rapisarda einen späten Ehrentreffer.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Huber, Mall, Zeqiri (alle verletzt).
Verwarnungen: 32. Rapisarda, 87. Gourmi (beide Foulspiel)

Yverdon-Sport FC
Klaus; Gomes, Sejmenovic, Lalombongo, Laugeois (70. Chioda), Maniere; Oppliger, Pinheiro (85. Pepsi), Zari; Bouamri (79. Kok), Gourmi.
FC Aarau
Studer; Gonçalves (79. Müller), Rapisarda, Ludäscher, Benito; Aratore (46. Stojkov), Burki, Polverino, Marazzi; Bengondo, Sabanovic (56. Sinanovic).
