Testspiel
RC Strasbourg - FC Aarau 4:1 (1:0)
Stade du Moulin, Brunstatt (F). - 500 Zuschauer.
Tore: 40. Damour 1:0. 63. Ketkeophomphone 2:0. 67. M'Bongo 3:0. 74. Ketkeophomphone 4:0. 80. Marazzi (Pen) 4:1.
Weitere Niederlage im Elsass
Der FC Aarau musste sich bei der 1:4-Niederlage im Duell mit dem
Traditionsverein Racing Club de Strasbourg zum vierten Mal in Folge in
der Vorbereitungsphase geschlagen geben, weil es an der offensiven
Durchschlagskraft fehlte - und mit fortlaufender Spieldauer auch die
Ordnung in der Abwehr zusehens verloren ging, was von den Elsässern
beim Testspiel in Brunstatt eiskalt ausgenutzt wurde.
Dabei
hatte Aarau durchaus vielversprechend begonnen: In der fünften Minute
eroberte sich Sabanovic das Spielgerät am gegnerischen Strafraum, doch
sein Heber flog knapp am entfernten Torpfosten vorbei; auch Marazzi
schoss mit einem Freistoss aus rund 20 Metern drüber (11.). Auf der
Gegenseite musste die Equipe von Ranko Jakovljevic ein wenig Glück in
Anspruch nehmen, als der Aussenpfosten einen Gegentreffer verhinderte
und kurze Zeit später ein Torerfolg von Dja Djedje (14.) wegen einer
Abseitsposition annulliert wurde. In der Mitte der ersten Hälfte machte
der Aarauer Captain Sandro Burki mit cleveren Zuspielen auf sich
aufmerksam: Zuerst lancierte er Müller, doch der junge
Mittelfeldspieler vergab ebenso wie Sabanovic, dem das Leder
anschliessend vor die Füsse fiel (22.); wenig später profitierte
Sabanovic - als einzige Sturmspitze aufgestellt - wiederum von einem
präzisen Pass von Burki, doch der gegnerische Keeper parierte auch
diesen Abschluss des Montenegriners (26.). Die Franzosen wurden gegen
Ende der ersten Halbzeit wieder gefährlicher, als Dos Santos im
Anschluss an einen Eckball freistehend über das Aarauer Gehäuse köpfte.
In der 40. Minute war die Führung für den Absteiger aus der Ligue 2
allerdings Tatsache, nachdem RCS-Captain Damour von der Strafraumgrenze
trocken via Innenpfosten ins Netz getroffen hatte. Die letzte Chance
vor der Pause (44.) vereitelte Aarau-Torhüter Studer mit einer
aufmerksamen Abwehr bei der Direktabnahme von Ledy.
Nachdem
Racing Strasbourg in der Halbzeitpause auf zehn Positionen Wechsel
vorgenommen hatte, verlagerte sich das Spielgeschehen tendenziell in
die Hälfte der Elsässer, doch den ideenlosen Aarauern gelang es nur
selten, sich in gefährliche Abschlussposition zu bringen. Eine seltene
Gelegenheit vergab Sabanovic, als er das runde Leder im Umfallen am
rechten Torpfosten vorbeisetzte (60.). Danach bot Strasbourg
Anschauungsunterricht in Sachen effizienter Chancenverwertung, als
Ketkeophomphone und M'Bongo jeweils aus kurzer Distanz in die Maschen
trafen. Als dann wiederum Ketkeophomphone (74.) mit einem Kopfball aus
wenigen Metern völlig unbedrängt zum diskussionslosen Zwischenstand von
4:0 einzuköpfen vermochte, schien die Demontage perfekt. Immerhin waren
die Aarauer in der Schlussphase noch zu einer Reaktion fähig, aus der
auch ein Strafstoss (nach Foulspiel an Stojkov) hervorging, der durch
Marazzi zum Ehrentreffer genutzt wurde (81.). In der Folge wurden
weitere Aarauer Möglichkeiten verpasst - und weil den Gästen aus der
Schweiz auch noch ein glasklarer Handspenalty verwehrt wurde, blieb es
schlussendlich bei der empfindlichen 1:4-Niederlage im vorletzten
Testspiel.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Aratore, Huber, Mall, Polverino (alle verletzt).
14. Treffer von Mathlouthi wegen Abseits annulliert.
30. Dja Djedje nach Zweikampf verletzt ausgeschieden.
Beim FC Aarau wurden wiederum die Aussenverteidiger André Goncalves und András Vági getestet.

RC Strasbourg
Gurtner (46. Kehi); Pichot (46. Nyatchou Ndema), Ferreira, Outrebon (46. Abadie), Fanchone (46. Donzelot); Ledy (46. M'Bongo), Bah (46. Peuget), Damour (46. Genghini), Correia (46. Ba); Dos Santos (46. Ketkeophomphone), Dja Djedje (30. Mathlouthi).
FC Aarau
Studer (71. Bachmann); Vagi, Rapisarda, Ludäscher, Benito (54. Gonçalves); Müller (46. Zeqiri), Sinanovic (66. Ionita), Jakovljevic (46. Stojkov), Marazzi; Burki; Sabanovic (66. Bengondo).
