Testspiel
FC Aarau - FC Biel/Bienne 0:3
Brügglifeld, Aarau. - 400 Zuschauer. - SR: San.
Tore: 33. Veloso 0:1. 42. Moser 0:2. 44. Veloso 0:3.
Zehn Minuten Totalausfall
Der FC Aarau begann vor heimischer Kulisse engagiert: In der zweiten
Spielminute köpfte Rapisarda nach einem Eckball Marazzis nur knapp am
linken Pfosten vorbei. Dann spielte sich Captain Burki von rechts
aussen an mehreren Gegnern vorbei in den Strafraum, traf allerdings nur
ins Aussennetz - anstatt seine besser postierten Mitspieler anzuspielen
(8.). Im Laufe der ersten Hälfte verflachte das Spielgeschehen
merklich. Bis zur nächsten Geglegenheit dauerte es mehr als zwanzig
Minuten, als ein Kopfball des unbedrängten Etoundis nach einer
Hereingabe von rechts über das Gehäuse segelte. Die anfängliche
Dominanz der Aarauer verschob sich nun immer mehr zugunsten der Bieler,
was in der 33. Minute zum 0:1 führte. Auf der rechten Abwehrseite liess
sich Testspieler Goncalves von Etoundi überlaufen, in der Mitte konnte
Imhoff, als Kandidat für den vakanten Posten des Abwehrchefs getestet,
auch Veloso nicht an einem erfolgreichen Abschluss hindern. Beide
Testspieler machten auch in der Folge alles andere als eine gute Figur:
Nach einer schönen Bieler Kombination kamen sowohl Goncalves als auch
Imhoff beim Abschluss von Moser zu spät - 0:2 (42.). Und nur zwei
Minuten später stellte sich erneut Goncalves wenig vorteilhaft an, als
er Veloso im Strafraum nicht am Torschuss hindern konnte, so dass es
mit einem 0:3-Rückstand in die Kabine ging.
Nach dem Pausentee -
der überforderte Goncalves hatte inzwischen einem weiteren Testspieler,
dem Ungaren András Vági, weichen müssen - war der FC Aarau zwar
mehrheitlich im Ballbesitz, doch gefährlich wurde es nur selten: In der
50. Minute kam Müller zu einer Torchance, aber sein Kopfball flog
direkt in die Arme von Biel-Torhüter Walthert. Bezeichnend für den
glücklosen Aarauer Auftritt war eine Szene in der Mitte der zweiten
Halbzeit, als Bengondo einen von Burki herausgeholten Handspenalty
kläglich vergab (65.). Bei tropenähnlichen Temperaturen bekamen die
Zuschauer erst in der Schlussphase wieder nennenswerte Torchancen zu
sehen: Ein Freistoss von Burki aus 20 Metern zwang Biel-Goalie Walthert
zu einer Flugeinlage (77.). Auf der Gegenseite schoss zuerst Fleury bei
einem seltenen Konter kläglich über das leere Tor (81.), wenig später
zeigte FCA-Torhüter Studer sein Können bei einem wuchtigen Schuss
Shehollis in den rechten Winkel, den der heimische Schlussmann zur Ecke
abwehrte. Die allerletzte Aarauer Gelegenheit vergab wieder Bengondo,
dessen Kopfball knapp über den gegnerischen Kasten flog, nachdem Zeqiri
dessen Chance mit einem kämpferischen Einsatz am linken Flügel erst
ermöglicht hatte (89.).
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Aarau ohne Huber, Mall, Stojkov (alle verletzt).
Biel/Bienne ohne Casanovas (krank), Chatton, Dénervaud, Egli, Maksimovic (alle verletzt).
Verwarnungen: 44. Imhoff, 62. Müller, 67. Polverino, 76. Galli (alle Foulspiel)
Beim FC Aarau wurden drei Testspieler eingesetzt: André Goncalves (FC Zürich U-21), Guillermo Imhoff (FC Sion) und András Vági (MTK Budapest).
65. Bengondo scheitert mit Handspenalty an Walthert.

FC Aarau
Studer; Gonçalves (46. Vagi), Rapisarda (66. Ludäscher), Imhoff, Benito; Aratore (46. Müller), Burki, Polverino (74. Ionita), Marazzi; Sinanovic (46. Bengondo); Sabanovic (61. Zeqiri).
FC Biel/Bienne
Walthert; Vuille, Kehrli, Schweizer (46. Galli), Liechti (66. Fleury); Moser (66. Grossenbacher), Di Nardo, Sheholli, Mathys; Veloso (66. Marzolf); Etoundi.
