Testspiel
SC Kriens - FC Aarau 2:3 (2:2)
Obermoos, Meisterschwanden. - 250 Zuschauer. - SR: Karabacak.
Tore: 5. Schiendorfer 1:0. 16. Tadic 2:0. 40. Burki 2:1. 42. Rogerio 2:2. 86. Ludäscher 2:3.
Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht
Eine Woche nach dem innerkantonalen Duell mit Wohlen traf der FC Aarau
am Hallwilersee erneut auf einen direkten Kontrahenten aus der Challenge
League. Im Testspiel gegen den SC Kriens musste Aarau-Cheftrainer Ranko
Jakovljevic wiederum einige Absenzen verkraften: Marazzi, Sinanovic und
Stojkov - allesamt Stammspieler der letzten Saison - sind derzeit
angeschlagen. Bengondo und Pejcic standen aus disziplinarischen Gründen
nicht zur Verfügung. In der Offensive wurden folglich einige
Alternativen getestet: Im ersten Durchgang kamen Rogerio - bereits
zwischen 2006 und 2009 auf dem Brügglifeld (79 Spiele, 21 Tore) aktiv -
und Samel Sabanovic (beide GC) zum Einsatz. Der Montenegriner erlangte
überregionale Bekanntheit, als er in der Saison 2007/08 im Dress des FC
Wil in der Challenge League 25 Mal ins Schwarze traf. Nach der Pause kam
auch Murat Ural (ex-Gossau, Servette, St. Gallen, Vaduz), seit Anfang
Woche im Training, zu seinem Teileinsatz.
In der Abwehr durfte
sich (wie gegen Wohlen) der gross gewachsene Innenverteidiger Damir
Dzombic versuchen. Dabei wurde die gesamte Aarauer Defensive heute kalt
geduscht: In der fünften Spielminute traf Schiendorfer aus halblinker
Position wuchtig in die Maschen, ungefähr zehn Zeigerumdrehungen später
schlug Kriens erneut zu, als Tadic mit einem Heber auf 2:0 erhöhte. In
Sachen Effizienz wusste Aarau vorerst nicht mit dem Gegner mitzuhalten -
Müller (9.) und Rogerio (11.) verpassten erste Torchancen der Aargauer.
Der Brasilianer war auch in der Folge an den gefährlichen
Offensivaktionen beteiligt, fand seinen Meister allerdings jeweils in
Kriens-Torhüter Djukic (19./31.). In der 40. Minute war der
Anschlusstreffer dennoch Tatsache, als Captain Burki einen durch die
Abwehr der Zentralschweizer nur ungenügend abgewehrten Eckball ins Netz
hämmerte. Und nur zwei Zeigerumdrehungen später traf Rogerio nach einer
schönen Kombination über Burki und Lang per Kopf doch noch unbedrängt
zum 2:2-Pausenstand.
Auch in der zweiten Hälfte wurden die
wenigen Zuschauer in Meisterschwanden (anfänglich) vorzüglich
unterhalten: Zuerst strich ein Freistoss von Loris Benito nur haarscharf
über die Querlatte (48.), wenig später verpasste Karanovic (53./57.)
zweimal einen erneuten Führungstreffer für die Krienser. Aber auch die
Aarauer sündigten im Abschluss in Person von Burki, der das Leder nach
einer Hereingabe Zeqiris freistehend nicht wunschgemäss traf (56.). In
der Folge flachte das Spielgeschehen zunehmens ab: Zwar zeigten sich die
Aarauer bemüht, doch allzu oft fanden sich die Angreifer im Abseits
wieder. Dass es am Ende doch noch einen Aarauer Sieg zu bejubeln gab,
war Verteidiger Michael Ludäscher zu verdanken, der eine Hereingabe
Burkis in der Schlussphase wuchtig einnickte (86.).
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Kriens ohne Imbach (verletzt), Foschini (abwesend).
Aarau ohne Huber, Mall, Marazzi, Sinanovic, Stojkov (alle verletzt), Bengondo, Pejcic (beide nicht im Aufgebot).
Verwarnung: 45. Polverino (Foulspiel)
Beim FC Aarau wurden Damir Dzombic, Rogerio, Samel Sabanovic und Murat Ural getestet.

SC Kriens
Djukic; Deigendesch, Djuric, Zahnd, Imholz (46. Ribeiro); Stadelmann, Schiendorfer, Mehmeti, Shalaj (46. Saliu); Tadic (46. Xhemaili), Karanovic.
FC Aarau
Studer; Ludäscher, Rapisarda, Dzombic (46. Jakovljevic), Benito (68. Skopljak); Müller, Polverino, Burki, Lang (46. Ionita); Rogerio (46. Zeqiri), Sabanovic (57. Ural).
