Axpo Super League
FC Aarau - FC Basel 0:2
Brügglifeld, Aarau. - 7'100 Zuschauer. - SR: Laperrière.
Tore: 27. Frei (Pen) 0:1. 28. Stocker 0:2.
Wie sich die Bilder doch gleichen...
Das Spiel gegen den FC Basel, der nach schwachem Saisonauftakt langsam in Fahrt kommt, begann sofort mit einer Druckphase der Gäste: Aarau-Keeper Benito musste schon früh die beiden Abschlüsse von Frei (2.) und Gelabert (3.) parieren. Auf der Gegenseite war Costanzo nach zehn Minuten erstmals gefordert, als er einen Abschlussversuch von Kioyo, dem eine starke Kombination über Sinanovic, Lang und Pejcic vorangegangen war, reflexartig abwehrte. Die Aarauer hielten die Begegnung in der Folge offen, kamen durch Aquaro (18.) und Kioyo (23.), jeweils per Kopf, sogar zu den besseren Gelegenheiten.
Aber wie so oft in der aktuellen ASL-Saison brach eine einzige Aktion den Aarauern das Genick: Ein Freistoss von Chipperfield, verursacht durch ein Handspiel, wurde von Baykal erneut mit einem Hands abgewehrt, sodass Schiedsrichter Laperrière auf den Elfmeterpunkt zeigte - Frei verwandelte sicher zum 0:1 (27.). Und wie so oft ging die Ordnung in Spiel der Gastgeber danach kurzfristig verloren: Stocker (28.) nutzte die allgemeine Konfusion, um einen zweiten Treffer nachzulegen, nachdem Frei zuvor freistehend noch ein Luftloch geschlagen hatte. Die Antwort der Aarauer fiel bescheiden aus: Lang versuchte sich aus halblinker Position mit einem Distanzschuss, den Basel-Torhüter Costanzo allerdings mühelos parierte (39.).
Nach dem Pausentee begannen beide Mannschaften eher gemächlich. Die Basler wurden nach einer knappen Stunde wieder stärker. Zuerst rettete Benito aufmerksam vor dem heranstürmenden Frei (58.), wenig später hätte Aquaro bei einer Rettungsaktion gegen Streller beinahe ins eigene Tor getroffen. Zum Ende der Basler Druckphase schoss Frei (61.) nach einem Eckball von halbrechts knapp über das gegnerische Gehäuse. Die Aarauer tauchten zwanzig Minuten vor dem Ende wieder vor dem Basler Tor auf, als Lehtinen zur Mitte flankte, doch zuerst verpasste Burki und dann kam auch Lang nicht an Costanzo vorbei. Der Aufwand der Gäste, um den Zwei-Tore-Vorsprung zu verteidigen, hielt sich insgesamt stark in Grenzen.
Auch bei Gästekeeper Costanzo hatte die Konzentration in der Schlussphase schon merklich nachgelassen, als er zuerst über den Ball schlug und danach mit einem missglückten Befreiungsschlag auffiel, aber weder Alexeev - inzwischen als zweiter Angreifer neben Lehtinen, der wiederum schon früh für den verletzten Kioyo ins Spiel kam, eingewechselt - noch Burki profitieren konnten. Der FC Aarau war auch gegen Basel, im Sinne eines Spiegelbilds der bisherigen Saison, offensiv ohne Durchschlagskraft und erweckte trotz kämpferischer Leistung zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass das Spiel gegen die Nordwestschweizer noch zu drehen wäre. Die Aarauer verharren somit auch nach dem elften Spieltag am Tabellenende der Axpo Super League. (ph)
Bemerkungen:
Aarau ohne Bengondo, Müller, Polverino, Schaub, Stojkov (alle verletzt), Stoll (krank).
Basel ohne Safari (gesperrt), Marque, Perovic, Schürpf (alle verletzt), Aratore, Shaqiri (beide U19-Nati), Inkoom (U20-WM).
Verwarnungen: 9. Frei (Unsportlichkeit), 21. Stocker (Foulspiel), 26. Baykal (Reklamieren)

FC Aarau
I. Benito; Rapisarda, Aquaro, Baykal, Elmer; Lang, Burki, Bastida, Pejcic (67. Alexeev); Sinanovic (46. Marazzi); Kioyo (23. Lehtinen).
FC Basel
Costanzo; Sahin, Abraham, Atan, Chipperfield; Carlitos (77. Zanni), Gelabert, Huggel (46. Cabral), Stocker; Frei (86. Almerares), Streller.
