Axpo Super League
FC Aarau - Neuchâtel Xamax FC 0:4
Brügglifeld, Aarau. - 4'900 Zuschauer. - SR: Bieri.
Tore: 49. Brown 0:1. 51. Gavranovic 0:2. 62. Brown 0:3. 85. Aganovic 0:4.
Ein Déjà-vu der unerwünschten Sorte
Einige Zuschauer dürften sich unweigerlich an das vorletzte Auswärtsspiel in Bellinzona (1:4) erinnert haben: Nach einer überlegen geführten ersten Halbzeit, deren Krönung in Form eines Torerfolges allerdings nicht erfolgt war, kassierte der FC Aarau einen unnötigen Gegentreffer, um aus dem Nichts gnadenlos einzubrechen.
Auch beim Heimspiel gegen Neuchâtel Xamax deutete lange Zeit nichts auf eine drohende Niederlage hin. Zwar besassen die Gäste die erste Torchance, als Brown nach einem Angriff über die rechte Seite klar drüber schoss (10.), doch in der Folge fand Aarau immer besser ins Spiel. In einer kurzen Druckphase hätte Elmer mit einem harmlos anmutenden Lobball beinahe Xamax-Keeper Ferro überlisten können. Auf der Gegenseite vergab Gavranovic (26.) aus aussichtsreicher Position für seine Farben, indem er aus zwölf Metern über das Gehäuse schoss. Nach einer halben Stunde traten erstmals die beiden Aarauer Neuverpflichtungen in Erscheinung: Sturmspitze Kioyo legte mit der Brust für Flügelspieler Stojkov auf, der drei Gegenspieler stehen liess, jedoch nicht auch noch Torhüter Ferro überwinden konnte.
Die gleichen Akteure sorgten auch in der Folge für erhöhte Gefahr: Einen Hackentrick von Kioyo, der den Ball oftmals geschickt abschirmte, köpfte wiederum Stojkov aufs Tor, doch der Gästekeeper liess sich davon nicht beunruhigen (39.). In der 43. Minute war es erneut Kioyo, der im Zweikampf mit Besle geschickt einen Strafstoss provozierte. Captain Burki, der nach seiner vierten Verwarnung in St. Gallen gesperrt sein wird, übernahm die Verantwortung - und scheiterte mit seinem unplatzierten Schuss an Ferro. Beim nachfolgenden Eckball blieb der Volleyschuss von Bastida aus dreissig Metern in der vielbeinigen Xamax-Abwehr hängen, so dass zum Leidwesen der Aarauer torlos in die Katakomben ging.
Das Unheil brach in der 49. Minute über die Aarauer Mannschaft herein: Einen auf das Tor gezogenen Eckball köpfte Brown aus kurzer Distanz über die Linie, wobei Keeper Benito aufgrund eines nicht geahndeten Foulspiels von Besle nicht einzugreifen vermochte. Analog zum Gastspiel in Bellinzona reihte sich nun Aussetzer an Aussetzer: Nach einem weiten Zuspiel war Gavranovic lanciert, der das Leder über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Benito hinweg zum 0:2 (51.) im Netz unterbrachte. Die Neuenburger hatten in der Folge leichtes Spiel: Nach einer präzisen Flanke von Varela köpfte Brown unbedrängt zum 0:3 (62.) ein.
Der FC Aarau wurde, wie auch schon im Tessin zu beobachten, erst in der Schlussphase wieder gefährlich. Nach einem Angriff über die linke Aussenbahn verpasste Stojkov mit seinem Aussenristschuss einen Torerfolg nur haarscharf (78.). Ausserdem scheiterte Aquaro mit seinem Schuss am glänzend reagierenden Xamax-Schlussmann Ferro (89.), und auch Kioyo wusste mit seinem finalen Kopfball nicht mehr zu reüssieren (92.). Nicht so Xamax, das den 0:4-Endstand zuvor mit einer mühelosen Freistossvariante bewerkstelligte (85.). Es war schliesslich Aganovic (auf Zuspiel von Page) vorbehalten zum klaren Endergebnis einzuschiessen, wodurch Aarau wieder ins Tabellenende rutschte. (ph)
Bemerkungen:
Aarau ohne Bengondo, Ludäscher (beide verletzt), Mall, Müller (beide U-21).
NE Xamax ohne Geiger, Tixier (beide verletzt), Facchinetti, Kostjuks, Mveng, Rossi, Taljevic, Veloso, Veuille, Walthert (alle abwesend).
Verwarnungen: 17. Burki, 43. Besle (beide Foulspiel), 49. I. Benito (Reklamieren), 52. Varela (Foulspiel)
43. Ferro pariert Elfmeter von Burki.

FC Aarau
I. Benito; Schaub, Aquaro, Stoll, Elmer (56. Marazzi); Lang, Polverino, Bastida (63. Pejcic), Stojkov; Burki; Kioyo.
Neuchâtel Xamax FC
Ferro; Omar Ismaeel, Besle, Page, Edjenguele; Binya; Varela, Gavranovic (79. Bah), Niasse, Brown (68. Aganovic); Wüthrich (70. Nuzzolo).
