Axpo Super League
FC Luzern - FC Aarau 3:0
Allmend, Luzern. - 8'521 Zuschauer. - SR: Grossen.
Tore: 3. Chiumiento (Pen) 1:0. 79. Ferreira 2:0. 89. Ravasi 3:0.
Aarau auswärts erneut ohne Punktgewinn
Die Aarauer Negativserie auf fremden Plätzen fand ihre Fortsetzung
mit der 0:3-Niederlage beim ASL-Schlusslicht aus Luzern; die Begegnung
wies dabei erschreckende Parallelen zur Cuppleite in St. Gallen (0:2)
auf. Es begann erneut mit einer von äusseren
Einflüssen beeinträchtigten Vorbereitung auf das Spiel, hatten es die
Aarauer doch versäumt mit zwei Trikotsätzen unterschiedlicher Farbe in
die Innerschweiz zu reisen, wodurch sie schliesslich mit den neongelben
Leibchen der heimischen Nachwuchsabteilung auflaufen mussten.
Die Partie begann ebenfalls denkbar schlecht: In der zweiten
Spielminute vermochte Chiumiento von Rapisarda nur regelwidrig gestoppt
werden, woraufhin Referee Grossen sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte -
der Gefoulte lief selbst an und traf zur frühen Führung der Luzerner in
die linke Torecke. Die Einheimischen waren durch den Führungstreffer
merklich beflügelt - und die Aarauer durften wenig später froh sein,
dass der Unparteiische nach einer Textilbremse von Mutsch gegen
Ferreira nicht erneut auf Strafstoss entschied. Eine grosse
Konterchance von Ravasi - knapp am rechten Pfosten vorbei - beendete
schliesslich die Luzerner Anfangsoffensive.
Die erste Offensivaktion der Gäste liess sich erst nach 25 Minuten
notieren: Eine Hereingabe von Burki, nachdem sich die Gäste auf der
rechten Aussenbahn geschickt durch die gegnerischen Abwehrreihen
kombiniert hatten, fand allerdings keinen Abnehmer. Der zweite Luzerner
Treffer, zehn Minuten vor der Pause, durch Ravasi wurde aufgrund einer
Abseits-Position annuliert. Auf der Gegenseite verpasste Page einen
überraschenden Ausgleichstreffer mittels Direktabnahme nur knapp. In
der Schlussminute der ersten Halbzeit konnte sich schliesslich
Aarau-Keeper Benito erstmals auszeichnen, indem er einen Distanzschuss
von Renggli parierte.
Im zweiten Durchgang begannen die Aarauer sehr engagiert, nachdem
Cheftrainer Komornicki mit zwei Auswechslungen für ein deutliches
Zeichen gesorgt hatte. Die erste Möglichkeit besassen jedoch wiederum
die Luzerner in Form eines Flachschusses von Renggli, der das
gegnerische Gehäuse nur knapp verfehlte. Zwei Minuten später rutschte
Bengondo, zuvor für Ianu ins Spiel gekommen, um Zentimeter an einer
Flanke von Nushi vorbei. Die Aarauer Druckphase setzte sich weiter
fort: Zuerst zielte Lang aus zwanzig Metern knapp am linken Torpfosten
vorbei, wenig später sah Page seinen Kopfball durch den aufmerksamen
Zibung pariert.
In der Folge liessen die Aarauer Bemühungen, analog zu St. Gallen,
jedoch wieder deutlich nach. Die Luzerner kamen nach etwas mehr als
einer Stunde Spielzeit aus dem Nichts zur nächsten Grosschance, doch
Ravasi schoss aus kurzer Distanz drüber. Die 66. Minute hätte eine
Vorentscheidung bringen können, doch die Aarauer wehrten in extremis
innert wenigen Sekunden zweimal auf der Torlinie ab. Zehn Minuten vor
dem Ende war es Lambert, dessen Distanzschuss direkt in den Armen von
Benito landete. In der selben Spielminute tauchte aber plötzlich
Ferreira aus halbrechter Position alleine vor dem Gästetor auf und
netzte eiskalt zum 2:0 ein.
Die letzte Aarauer Chance der Begegnung erwies sich als
symptomatisch für das gesamte Spiel: Ein verunglückter Schussversuch
von Bengondo mutierte zur perfekten Vorlage für Sturmpartner Rogerio,
der den Ball alleine vor Zibung allerdings meterweise über das Luzerner
Gehäuse schoss. Der Schlusspunkt folgte wiederum auf der Gegenseite,
als Ravasi mittels prachtvoller Volleyabnahme zum klaren Endstand von
3:0 traf. Am kommenden Samstag (um 17.45 Uhr) darf der FC Aarau wieder
zu Hause antreten, wenn die AC Bellinzona auf dem Brügglifeld gastieren
wird. (ph)
Bemerkungen:
Luzern ohne Kukeli, Lustenberger (beide verletzt), Diarra, Karanovic, Paquito (alle nicht im Aufgebot).
Aarau ohne Antic, Elmer (beide verletzt), Ludäscher, Pejcic, Schaub, Sinanovic, Studer (alle U-21).
Verwarnungen: 2. Rapisarda (Foulspiel), 20. Mutsch (Reklamieren), 57. Ferreira, 83. Page (beide Foulspiel)
36. Offside-Tor von Ravasi aberkannt.
92. Aarau-Assistent Jeff Saibene auf die Tribüne verwiesen.
Der FC Aarau spielte in den Trikots der Luzerner Nachwuchsabteilung.

FC Luzern
Zibung; Lambert, Schwegler, Seoane, Bertin; Ferreira (84. Zverotic), Renggli, Wiss (63. Veskovac), Chiumiento (76. Gajic); Tchouga, Ravasi.
FC Aarau
Benito; Menezes, Rapisarda, Page, Marazzi (46. Lang); Mutsch, Burki (72. Guerrero), Bastida, Nushi; Rogerio, Ianu (46. Bengondo).
